
Abteilungen
Bestände des Museums für Volkskunde
Die Bibliothek
Die Bibliothek enthält Referenzwerke, Raritäten, Jahrbücher (darunter der Almanach der Hirten [Almanach des Bergers] und der Almanach von Mathieu Laensbergh von 1638 bis 1983), alte Zeitungen, Zeitschriften und Magazine. Die Materialien der Bibliothek des Museums werden regelmäßig durch ständigen Austausch mit anderen Einrichtungen aus der ganzen Welt erweitert.
Das Archiv
Das wallonische Museum für Volkskunde besitzt ein umfangreiches Generalarchiv. Es beinhaltet alle Unterlagen auf Papier oder ähnliche Datenträger (handgeschrieben oder gedruckt), die nicht in Buchform gebunden sind (wohl aber zahlreiche Broschüren und mehrere Auflagen von Zeitschriften) - also lose, eingerahmte oder in Ordnern gesammelte Blätter. Dazu gehören auch Plakate, Lithographien,
Anzeigen, Postkarten, Prospekte und andere kurzzeitige Veröffentlichungen. Die Materialien werden im Chamart-Haus, in sieben Räumen auf drei Stockwerken und in den Reserven des Museums in Ans auf acht verschiedenen Datenträgern aufbewahrt. Über das Dokumentationszentrum können Forscher das Archiv einsehen, wobei lediglich das Personal die Papierdokumente handhaben darf.
Cécile Quoilin
Tél. : 04/237 90 93
Fax : 04/237 90 89
info@viewallonne.be
Der Multimedia-Dienst
Fonds des Museums für wallonische Volkskunde:
Der Fonds enthält über 100.000 Negative vom Ende des 19. Jahrhunderts bis heute: Glasplatten (50%), Papier- und Zelluloidfilme, CDs. Besonders erwähnenswert ist die Photosammlung von Gustave Marissiaux über die Arbeit in und um der Grube und die „Untersuchungen des wallonischen Heimatmuseums“. Diese Untersuchungen (gefilmt oder photographiert), die verschiedene Themen behandeln, wurden ab den zwanziger Jahren manchmal mit ausführlichen Beiträgen (der erste wurde 1924 herausgegeben) veröffentlicht. Filme: 356 Exemplare Bild-Reportagen: 70 Einheiten über ethnographische Themen und 43 Video-Kassetten. Verschiedene Tonreportagen: Lieder und Interviews auf wallonisch.
Fonds der Provinz Lüttich:
Fonds Desarcy-Robyns: mehrere Tausend Photos über alle möglichen Themen des Lütticher Lebens zwischen 1950 bis Ende der 70er Jahre. Fonds Studio 9: mehrere Tausend Photos, die diesem Studio u.a. von Unternehmen aus dem Lütticher Raum für Werbezwecke geordert wurden.
Die Objekte
Rund 100.000 Stücke illustrieren unterschiedliche Bereiche wie Kunsthandwerk und Werkzeug, Spielzeug, Kleidungsstücke und Textilschmuck, Industriegegenstände, Dekorations- und Möbelstücke, Gegenstände der wallonischen Folklore (Veranstaltungen, Bruderschaften und verschiedene Gesellschaften), Handel, Porzellan, Hausrat, Volksglaube, Unterricht, Freizeitgestaltung, Reisen usw. Es fehlt kaum ein Lebensbereich der Wallonie! Besonders hervor zu heben sind die Sammlung Max Elskamp und ihre Sonnenuhren, die Sammlungen von Fahrzeugen, Geschäftsschildern, landwirtschaftlichen Gerätschaften oder Medaillen.
Das Marionettentheater des Museums für wallonische Volkskunde wird besonders hervorgehoben. Mit fast 600 Marionetten, Dekors und Zubehör stellt das Theater einen beachtlichen Nachlass dar und ist gleichzeitig ein unvergänglicher lebendiger Teil des Museums
Historischer Fonds der wallonischen Bewegung
Der historische Fonds der wallonischen Bewegung wurde 1949 gegründet und ist seit 1956 für die Öffentlichkeit zugänglich. Nach Meinung der Forscher ist es „der bedeutendste Fonds zur Erforschung der wallonischen Bewegung“.
Der historische Fonds der wallonischen Bewegung ist mit der Staatsreform und der immer vordergründigen Stellung der Regionen sowie den nationalen Fragen im europäischen Kontext gewachsen. Die Sammlungen des historischen Fonds der wallonischen Bewegung, ihre Reichhaltigkeit und Vielfalt, sind ein nützliches Werkzeug für Historiker, aber auch für Kunsthistoriker, Fachleute für verbale, visuelle und audiovisuelle Kommunikation, Volkswirte, Politologen oder Juristen.
Der historische Fonds der wallonischen Bewegung umfasst:
- Eine Bibliothek mit über 16.000 Büchern und Broschüren über die verschiedenen Aspekte der wallonischen Frage und der Nationalitätsfragen;
- Ein einzigartiges Archiv mit Dokumenten von militanten Wallonen, Wirtschaftsgremien, kulturellen Vereinigungen, öffentlichen Diensten;
- Plakate;
- Digitale Medien;
- Dokumente für Wahlkampagnen;
- Über 1.000 Zeitungen und Zeitschriften, Hunderte von Untergrundzeitungen aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges;
- Eine Presserevue;
- Verschiedene Objekte.
Kontakt:
Adresse: Cour des Mineurs in 4000 Lüttich
Tel.: 04/237 28 50
Fax: 04/237 90 89
Dokumentationzentrum Öffnungszeiten: montags, dienstags und mittwochs von 9.00 bis 17.00 Uhr. Donnerstag auf Verabretung. Freitag geschlossen.
Tel.: 04/237 90 94
Kontaktperson: Fabrice Meurant-Pailhe
E-Mail: fhmw@viewallonne.be
Bibliothek der wallonischen Mundarten
Die Bibliothek der wallonischen Mundarten ist aus der Zusammenlegung des Fonds der wallonischen Mundarten, des Bücherfonds und des Archivs der Gesellschaft für wallonische Sprache und Literatur entstanden. Sie umfasst spezialisierte Werke und Zeitschriften über dialektale Sprache und Literatur sowie Dokumente über Schriftsteller, Musiker und wallonische Literaturvereine. Am 17. Februar 2005 haben Stadt und Provinz Lüttich ein Rahmenabkommen unterzeichnet, mit dem der Fonds der wallonischen Mundarten und die entsprechende Dokumentation nunmehr an die Provinz übertragen werden. Dieser Fonds, der seit längerem mit dem Bücherfonds und dem Archiv der Gesellschaft für wallonische Sprache und Literatur verbunden ist, musste an ein und derselben Stelle aufbewahrt und konsultierbar sein.
Die Bibliothek der wallonischen Mundarten umfasst:
- Eine Bibliothek mit über 35.000 Büchern oder Sonderdrucken, Wörterbüchern, Glossaren, toponymischen und etymologischen Büchern, Grammatiken und Enzyklopädien über die Wallonie oder Belgien, Anthologien und Studien über wallonische Literatur, Büchern über lokale Geschichtsthemen und dialektale Literatur (Prosa, Theater oder Poesie);
- Ein repräsentatives Zeitschriftenkonvolut mit bis zu 460 Titeln (Jahresbücher, Magazine, Zeitungen);
- Ein thematisches Archiv (Presseartikel, Fotos, Korrespondenz, Blätter von verschiedenen Autoren, Vereinigungen usw.);
- Digitale Medien: Video- und Audiokassetten, Magnetbänder, Schallplatten, CD und CD-Rom;
- Ein katalogisiertes Verzeichnis mit ca. 550 Plakaten und verschiedenen Objekten: Rahmen, Portraits, Medaillen, Pokale, Fahnen usw.
Kontakt:
Adresse: Cour des Mineurs in 4000 Lüttich
Tel.: 04/237 28 50
Fax: 04/237 90 89
Öffnungszeiten des Dokumentationszentrums: mittwochs von 9.00 bis 12.00 Uhr und nach Vereinbarung von montags bis freitags von 9.00 bis 12.00 Uhr
Tel.: 04/237 90 94
Kontaktperson: Annelore Eloy
E-Mail: bdw@viewallonne.be
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